Die „Wendemorde“ – Wie DDR-Schwerverbrecher freikamen

Ein Filmtipp auf ZDF history, u. a. mit Hans Thiers (siehe auch unseren Buchtipp): Die „Wendemorde“ – Wie DDR-Schwerverbrecher freikamen

Ob Begnadigung oder Neubewertung der Straftaten: In den Wirren der Wendezeit kamen viele gewalttätige Schwerverbrecher aus DDR-Gefängnissen frei. Einige wurden schnell rückfällig.

Vor der Wiedervereinigung mussten Justiz und Strafvollzug der beiden deutschen Staaten aneinander angepasst werden. Verantwortliche entschieden, wer in der DDR zu Unrecht verurteilt worden war, wer freikommen sollte. Es gab Entscheidungen mit schrecklichen Folgen.

In den gerade mal elf Monaten zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung standen die Zeichen auf Freiheit. Tausende politische Gefangene kamen aus den DDR-Gefängnissen frei. Allerdings galten die Straferlasse aber teilweise auch für gefährliche Gewalttäter. Für sie öffneten sich die Tore der Haftanstalten – entweder, weil man sie begnadigte, oder, weil ihre Schuld nach den Gesetzen der Bundesrepublik abgegolten war.

Einer von ihnen ist Klaus-Dieter S., ein Mann, der schon zu DDR-Zeiten eine Frau missbraucht und ermordet hatte. Er habe keinerlei Zeit gehabt, so S., sich auf die Entlassung ins wiedervereinigte Deutschland vorzubereiten – an einem Freitagnachmittag wurde ihm mitgeteilt, dass er am folgenden Montag entlassen würde. S. überfiel in den 90er-Jahren in Westdeutschland mehrere Frauen und ermordete eine weitere. Bis heute sitzt er im Maßregelvollzug in einer forensischen Psychiatrie.

Ein anderer Fall ist Herbert M., der bereits in der DDR in den 50er-Jahren ein fünfjähriges Mädchen tötete, später eine junge Frau. In der Wendezeit wurde er begnadigt, kam Ende September 1990 frei und tötete nur ein gutes Jahr später wieder: In der Silvesternacht 1991/92 sollte er auf zwei kleine Mädchen aufpassen, die vier und fünf Jahre alten Töchter einer Bekannten, und ermordete diese am Ende bestialisch.

Wieso konnten gewalttätige Verbrecher entlassen werden? Antworten sucht der Film mithilfe eines forensischen Psychiaters, aber auch bei den damals verantwortlichen Politikern.

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MÖRDER / RÄUBER / MENSCHENFRESSER – Sammlung Verlag Kirchschlager – Seltene Drucke, Bücher, Ansichtskarten etc. zu historischen Kriminalfällen (Kriminalia, Rara und Curiosa)

Zur Sammlung des Verlages Kirchschlager: Beginn der Sammlungstätigkeit im Jahr 2001. Die Originale dienen als Abbildungen in verlagseigenen Büchern und zur Darstellung und Illustration rechtshistorischer Geschehnisse (z. B. in Fernsehproduktionen). 2018 wurden sie erstmalig der Öffentlichkeit im Rahmen einer Ausstellung im Museum Reichenfels / Hohenleuben gezeigt, weitere Ausstellunge folgten 2019 Stadt- und Regionalbibliothek Gera, Frühjahr 2020 Stadt- und Bergbaumuseum Staßfurt. Die Sammlung Kirchschlager stellt ein Convolut von Holzschnitten, Stichen, Fotos und Büchern dar. Sie umfaßt zirka 800 Einzelstücke (1490-1945). Stand: November 2019.

A Bücher, Erstausgaben
Renatus Flavius Vegetius: „De re militari libri quatuor. Sexti Iulii Frontini viri consularis de Strategematis libri totidem. Aeliani de instruendis liber unus. Modesti de vocabulis rei militaris liber unus“. (In lateinischer Sprache!). Erschienen in Paris, bei Wechel, im Jahr 1553. 32 x 20 cm. Titel, 279 Seiten (es fehlen 3 nicht nummerierte Blatt hinter dem Titel). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken (Titel und letztes Blatt) und 124 (121 ganzseitigen!) Textholzschnitten. Neuerer Halbpergamenteinband mit Rückenschildchen und Rückenvergoldung sowie Ganzgoldschnitt. Leicht gebräunt, wenige Blatt im oberen Rand etwas tintenfleckig, 1 Holzschnitt mit kleinem, unschön restaurierten Einriss. Insgesamt jedoch gutes Exemplar!! Die schönen Holzschnitte zeigen Uniformen, Waffen, Feldzeichen, Belagerungsmaschinen, B
liden, Triböcke, Treibendes Werk, Kampftaucher, Büchsen (Kanonen), Ausrüstungen für die Kavallerie, Kriegsschiffe etc. etc., allerlei merkwürdig anmutendes Kriegsgerät, u. a. auch Tauchausrüstungen.

Andreas Hondorff: Promptuarium exemplorum Historien und Exempelbuch Darinnen ordentlich nach den heiligen Zehen Geboten Gottes, die Lehren Göttliches Worts, allerley gute vnd böse Exempel, von Tugenden vnd Lastern, rechtem brauch vnd Mißbrauch derselben Gebot Gottes begriffen werden. Jacobum Berwaldt, Leipzig, 1568. Hardcover. Buchzustand: Sehr gut. Franz Pforr (illustrator). Wunderbare Erstausgabe des höchst seltenen Exempelbuches von Andreas Hondorff! Ich konnte von der Erstausgabe nur zwei weitere Exemplare ausfindig machen (in Bibliotheken!). Der Zustand des seltenen Bandes – Schweinsleder auf Holz mit zwei Schließen (eine davon vollständig) ist sehr gut. Die Druckermarke von Jacobus Bärwaldt ist angefügt und in sehr gutem Zustand. Hondorffs Exempelbuch gilt als Luther- und Faust-Quelle. Darüberhinaus ist es eine einzigartige Quelle für die Geschichte der Teufelserscheinungen, des Hexenwesens, Wundergeburten, des Aberglaubens, Mord- und Kriminalfällen, chronikalischen Nachrichten, Rübezahl usw. 384 Seiten. Angebunden ist eine weitere Erstausgabe (?) von 1568: Historia vnsers lieben Herren vnd Heylands JESU Christi. Gedruckt zu Nürnberg durch Dieterich Gerlatz. Mit sehr schönen Anfangsinitialen und zwei Druckermarken von Gerlatz, etwas stockfleckig, teilrestauriert, aber ganz passabler Zustand. Eingelegt als loses Blatt das Register des 1. Teiles. Beide Bände zudem mit zeitgenössischen handschriftlichen Randzusätzen. Beide Erstausgaben wurden nach einem handschriftlichen Eintrag 1730 zusammengebunden: „Anno 1730 habe Ich Rosina Schuberten dieses Buch lassen ein binden in Görlitz“. Leipzig 1568 mit Druckermarke von Bärwald. Noch eine zweite Erstausgabe ist angebunden: Ledereinband auf Holz von 1732 mit Schließen. Nur drei Exemplare der Erstausgabe bekannt. Hervorragendes Exemplar mit zahlreichen Einträgen.

Eberhard Werner Happel: E. G. Happelii grösseste Denkwürdigkeiten der Welt oder so genandte Relationes curiosae : worinne fürgestellt u. angeführet werden d. merckwürdigste Historien u. Geschichte d. vorigen u. jetzigen Zeiten welche sich auff diesem grossen Schau-Platze d. Welt zugetragen. 4 Bände mit zahlreichen Kupferstichen, Hamburg 1683-1691, Pappband der Zeit, gebräunt.

Johann Christian Wellmann: Das Von der göttlichen Regierung An Denen Mord=Brennern, welche in der Nacht zwischen den 19.ten und 20.sten May 1723. die Lebusische Vorstadt zu Franckfurt an der Oder auf eine so boßhafte, als entsetzliche Arth an 5. Orten angesteckt, Bewiesene Denck=Mahl Der Schweren und zum Theil Plötzlichen Rache etc. Deme noch beygefüget sind erbauliche Gedancken über die executirte Mord=Brenner allen verruchten Sündern zur Schröckung Von M. Hieronymo Ungnaden, Archi-Diac. Mit Königl. Preußl. allergnädigsten Privilegio. Franckfurt an der Oder, verlegts Jeremias Schrey, 1725. Pappband der Zeit, 240 Seiten, zahlreiche Kupferstiche, offenbar vollständiges Exemplar.

Johann Heinrich von Falckenstein: CIVITATIS ERFURTENSEIS HISTORIA CRITICA ET DIPLOMATICA, Oder vollständige Alt=Mittel= und Nue Historie von Erffurth etc. Erfurt 1739.

Christian Friedrich Richter: Die höchst-nöthige Erkenntniß des Menschen, sonderlich nach dem Leibe und natürlichem Leben oder ein deutlicher Unterricht, von der Gesundheit und deren Erhaltung: auch von denen Ursachen, Kennzeichen und Nahmen der Kranckheiten, und bewährten Mittel gegen dieselben, damit ein jeder, auch Ungelehrter, bey Ermangelung eines Medici. Halle 1742, Pergamenteinband, sehr schönes Exemplar, mit handschriftlichem Eintrag von 1758.

Frey= und Gleichheitsbüchlein. Für die Jugend und den deutschen Bürger und Bauersmann verfertiget vom Verfasser des aufrichtigen Kalendermannes. Mit Churfürstl. Sächs. Privilegio. Leipzig, 1794 bei Johann Benjamin Georg Fleischer. Hardcover, 190 Seiten, Titelvignette, zwei Kupferstiche mit Guillotinen (darunter die Hinrichtung Ludwigs XVI.).

Meister Frantzen Nachrichter alhier un Nürnberg, all sein Richten am Leben, so wohl seine Leibs Straffen, so Er ver Richt, alles hierin Ordentlich beschrieben, aus seinem selbst eigenen Buch abgeschrieben worden; Genau nach dem Manuskript abgedruckt und herausgegeben von J. M. F. v. Endter, Dr. und Consulent. Nürnberg in Commission bey J. L. S. Lechner Dissertationshändler. 1801. Mit handschriftlichen zeitgenössischen Einträgen auf der Rückseite des Deckblattes, Widmung von 1925, 184 Seiten.

Rüsaus Leben und Hinrichtung in pragmatischer, moralischer und psychologischer Hinsicht. Nebst einem sehr gut getroffenen Bildnisse desselben. Hamburg, 1804. Bey Friedrich Hermann Nestler. Hardcover, 95 Seiten.

Annalen der deutschen und ausländischen Criminal-Rechts-Pflege. Herausgegeben von dem Criminal-Director Hitzig in Berlin. Viertes Heft. Berlin, bei Ferdinand Dümmler. 1828.

Annalen der deutschen und ausländischen Criminal-Rechts-Pflege. Herausgegeben von dem Criminal-Director Hitzig in Berlin. Sechstes Heft. Berlin, bei Ferdinand Dümmler. 1829.

Annalen der deutschen und ausländischen Criminal-Rechts-Pflege. Herausgegeben von dem Criminal-Director Hitzig in Berlin. Siebentes Heft. Berlin, bei Ferdinand Dümmler. 1829.

Historisch-biographisches Universum. Eine Bilder-Chronik von denkwürdigen Ereignissen und berühmten Menschen. Von einer Gesellschaft von Künstlern und Gelehrten. Interessante Scenen mit erklärendem Texte. 3 Jahrgänge in 3 Bänden (alles Erschienene). Stuttgart, Artistischer Vlg. v. Scheible, Rieger & Sattler, 1841-1843. 15,5×21 cm. 2 Bl., 190 S., 1 S. Inhalt; 2 Bl., 190 S., 2 S. Inhalt, 2 Bl., 190 S., 2 S. Inhalt. Mit ca. 140 teils getönten Stahlstichtafeln. HLdr.-Bde. mit goldgepr. Rückentiteln.


Johann Gottfried Zschaler: Geschichte der Märtyrer alter und neuer Zeit oder Schicksale und Verfolgungen der christlichen Kirche und ihrer Bekenner vom Erscheinen Jesu bis auf unsere Tage. Dresden 1848. Verlag von Carl Gottfried Lohse, Lithographische Anstalt und Kunstdruckerei, Alaungasse Nr. 10. Mit 56 Stahlstichen. Vollständiges Exemplar.
Wilhelm Ludwig Demme: Das Buch der Verbrechen. Das Interessanteste aus den neunzig Heften meiner Annalen der deutschen und außländischen Criminalrechtspflege. Ein Volksbuch in vier Bänden. Leipzig 1851, Arnoldische Buchhandlung. Druck von Alexander Wiede in Leipzig. Band 1 Paperback, Band 2-4 Hardcover.

William Palmers ganzer Lebenslauf. 1856 erschien in Wien im Verlag von I. B. Wallishausser eine deutschsprachige Ausgabe von Dr. P. J. Reinhard, der nach englischen Originaltexten den Lebenslauf Palmers minutiös dokumentierte. Selbst Palmers Tagebuch wurde übersetzt und vollständig abgedruckt. Neben den zahlreichen Quellen findet sich auch ein Stahlstich sowie Palmers Autograph. Der Arzt und Serienmörder William Palmer (geb. 6. August 1824 in Rugeley, Staffordshire, England, hingerichtet am 14. Juni 1856 in Stafford) wurde für die Vergiftung seines Bekannten John Parsons Cook verurteilt und öffentlich mit dem Strick hingerichtet. Die Hinrichtung erfolgte öffentlich vor über 20000 Zuschauern. Als Scharfrichter fungierte Mr. Smith, ein Nagelschmied, der das Amt des Henkers schon seit 16 Jahren in der Grafschaft Stafford ausübte. “Palmers Körper hing die gebräuchliche Zeit am Galgen, wurde dann abgeschnitten und ins Innere des Gefängnisses gebracht, wo Mr. Bridges von Liverpool augenblicklich einen Gips-Abdruck von Palmers Kopf nahm, wie Mr. Bridges behauptet, phrenologisch betrachtet, einen entschieden schlechten Charakter anzeigt.” Der ordnungsliebende Palmer soll aber noch weitere Giftmorde begangen haben, um seinem Hobby, dem Pferderennen (und natürlich den Wetten) fröhnen zu können.

C. Müller: Bibliothek interessanter Criminalgeschichten der neueren und neusten Zeit. Aus authentischen Quellen. Im Vereine mit mehreren Mitarbeitern herausgeben von C. Müller. Quedlinburg. Druck und Verlag von G. Basse. 1859. Zweites bis sechstes Bändchen.

Jodokus Donatus Hubertus Temme (Vier Kriminalerzählungen): Pater Canisius, Der Richter, Der Zeuge, Nobles Blut. In: Illustrirte Monatshefte 1864-1865. Ca. 700 S. (zweispaltig). Mit Holzschnittillustrationen. Enthält außer den Temme-Erzählungen einige andere Erstdrucke: von Gerstäcker „Der Heimathschein“ und „Wenn wir einmal sterben“, von Schücking „Der böse Nachbar“ und „Schwarz-weiße Perle“, von H. Schmid „Der bairische Hisel“ (Räubergeschichte), von G. Hiltl „Die todte Eva“. Diese seltene Zeitschrift unterschied sich von der Gartenlaube durch seine vorrangig sensationellen Inhalte, sodass außerden genannten Geschichten noch andere Kriminal-, Spuk- und Indianererzählungen vorkommen (z.B. „Das leere Grab“, „Zwei Stunden unter Toten“, „Das Geheimnis des Indianers“, „Folter- und Strafwerkzeuge“ mit Illustrationen) Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 3000 4°, Leinen der Zeit mit Goldprägung. Einband berieben, Ecken und Kapitale bestoßen. Die Jahrgänge sind nicht vollständig. Jg. 1864 beginnt mit S. 289 und endet mit S.416. Die Einzelhfte des Jg. 1865 wechseln zwischen 64 bis 80 S. mit jeweils neu beginnender Nummerierung. Das letzte Hefte endet unvollständig mit S. 72.

Jodokus Donatus Hubertus Temme: Criminal-Bibliothek. Merkwürdige Criminalprocesse aller Nationen. Begründet von J. D. H. Temme. 4 Bände (Band I 130 Ill., Band II 64 Ill., Band III 80 Ill., Band IV 43 Ill., insges. ca. 2000 Seiten). 1867-1874, Hamburg (ab Bd. II: Berlin, Julius Imme). Alle Bände vollständig in Halbleinen gebunden. Sehr seltene, komplette Reihe des frühen Kriminalmagazins. Kaufpreis vom Antiquariat Turszynski: 1800 Euro
Memoiren des Prager Scharfrichters J. P. (Jan Piperger). Nach dem Original=Tagebuche bearbeitet von J. L. Devecseri. Prag. Verlag von Karl Trachta, Buchhändler. Ferdinandstrasse Nr. 981 alt, 19 neu. Hardcover der Zeit, 367 Seiten. Nur noch ein weiteres Exemplar in der Prager Nationalbibliothek nachweisbar.


Adolf Wuttke: Der Volksaberglaube der Gegenwart. Dritte Bearbeitung von Elard Hugo Meyer. Berlin 1900. Hardcover der Zeit.

Rudolf Quanter: Die Schand- und Ehrenstrafen in der Deutschen Rechtspflege. Eine kriminalistische Studie. Dresden-A. 1901. Verlag von H. R. Dohrn. Mit 10 Tafeln.

Rudolf Quanter: Deutsches Zuchthaus- und Gefängniswesen von den ältesten Zeiten bis in die Gegenwart. Mit zahlreichen Illustrationen und Reformvorschlägen. Leipzig 1905.

Wahre Detektiv Geschichten. 2 Jahrgänge (1930 und 1931) in zwei Bänden mit je 12 Nummern zu je 62 Seiten; zahlreiche Abbildungen. Selten.

B Historische Stiche (Holzschnitte, Kupferstiche, Lithografien, sonstige Drucke)

Kupferstich mit weiterem Blatt von Merian von 1657, wahrscheinlich aus dem „Theatrum Europäum“, Hinrichtung von Guy Fawkes im Jahre 1606; der Kupferstich zeigt die Schleifung der Delinquenten zum Richtplatz, das Hängen, Ausweiden und Kochen der Gliedmaßen im Kessel; Guy Fawkes (1570-31. Januar 1606 in London), war ein katholischer Offizier, der am 5. November 1605 ein Attentat auf König Jakob I. Unter Folter bekannte der in den Tower gebrachte Fawkes sein geplantes Verbrechen und nannte auch seine Mitverschwörer, die am 30. Januar 1606 durch Hängen, Ausweiden und Vierteilen hingerichtet wurden. Einen Tag später sollte auch Guy Fawkes hingerichtet werden. Er verkürzte die Strafe, indem er kurz vor dem Hochziehen mit der Schlinge um den Hals vom Galgenpodest sprang und sich das Genick brach. Im Gedenken an das Scheitern des sogenannten Gunpowder Plot wird alljährlich vielerorts in England (v.a. von Anglikanern) die Bonfire Night mit traditionellen Feuerwerken und Fackelzügen veranstaltet.

Kupferstich. Kupferstich auf dem vollen Textblatt, aus einer 1657 erschienenen Chronica mit den schönen Kupferstichen Merians. Rückseitig bedruckt. Blattgröße ca. 195 x 320 mm, Größe der Abbildung ca. 100 x 140 mm. Umlaufend Plattenrand. Schöner Druck auf Bütten. Guter Zustand, im weißen Rand mit Bleistift bezeichnet, altersgemäß etwas gebräunt u. fleckig. 1579 / 1580, während der Besetzung von Brabant war ein Capitain La Roche im Hause eines Bauern einquartiert, dessen Tochter er begehrte. Als er abgewiesen wurde, vergewaltigte er die Sechzehnjährige und „Ließ hernach auch seine Soldaten ihren Muthwillen mit ihr treiben“. Der Kupferstich zeigt rechts, wie die junge Frau ihren Peiniger in einem Moment der Ablenkung ersticht. Links sehen wir, wie sie später von den Soldaten des Capitain erschossen wird. Näheres im Text. Kuriosum: Auf die Rückseite des Blattes mit der Erzählung zum vorstehenden Kupferstich ist ein weiterer Kupferstich gedruckt. Dieser illustriert (laut Text), dass ein Priester unzüchtige Handlungen (Flagellantismus) an den weiblichen Gemeindemitgliedern vornimmt. Das hat wohl ein früher Besitzer dieser Chronica nicht ertragen, und das Bild mit brauner Tinte „zensiert“ – siehe unteres Bild. Deshalb ist die Rückseite, auf der die „Histori“ zum ersten Stich ist, auch fleckig. Das Blatt mit der Gewalt gegen die unglückliche Bauerntochter ist davon nicht betroffen!

Totentanz (1753) von Michael Rentz in 38 Kupferstichen. Franz Anton Ilger, Linz, 1753. 38 Original Totentanz Kupferstiche von Michael Rentz (geb. 1701) aus Geistliche / Todts=Gedancken / Bey allerhand / Gemaehlden und Schildereyen / In Vorbildung / Unterschiedlichen Geschlechts/ Alters/ Standes/ / und Würdens=Persohnen sich des Todes zu erinnern etc.: Nr. 6 Der Pabst, Nr. 7 Der Cardinal, Nr. 8 Der Bischoff, Nr. 10 Der Dom Herr, Nr. 11 der Pfarrherr, Nr. 12 Der Caplan, Nr. 13 Der Mönch, Nr. 14 Die Abbtissin, Nr. 15 Die Nonne, Nr. 16 Der Kayser, Nr. 17 Die Kayserin, Nr. 18 Der König, Nr. 19 Die Königin, Nr. 20 Der Fürst, Nr. 22 Die Fürstin, (doppelt vergebene, Nummer Nr. 22 Der Graff), Nr. 23 Die Gräfin, Nr. 24 Der Ritter, Nr. 25 Der Edelmann,Nr. 26 Der Richter, Nr. 28 Der Advocat, Nr. 31 Der Reiche, Nr. 32 Der Kauffmann, Nr. 33 Die Schiffenden (mit Schiffsdarstellung), Nr. 34 Die Verliebten, Nr. 35 Das Kind, Nr. 38 Der Fuhrmann, Nr. 39 Der Kramer, Nr. 42 Die Spieler, Nr. 43 Die Säuffer, Nr. 44 Der Mörder, Nr. 46 Der Blinde, Nr. 47 Der Bettler, Nr. 48 Die Verwesung, Nr. 50 Das Letzte Gericht; ohne Nummer: Der Raths=Herr. Nummer doppelt vergeben: Nr. 48 Der Eremit, Nr. 50 Wappen des Todes. Alles einzelne, schöne Kupferstiche, teils etwas stockfleckig, aber alles in allem für Sammler sehr schöne Exemplare! Die Kupferstiche stammen aus Rentz`Buchausgabe des Totentanzes in Kukus (Böhmen). Rentz verlegte das Geschehen seiner Stiche in kostbar ausgestattete Räume oder in dramatische Landschaften. Jedes Bild wurde in einen aufwendigen barocken Rahmen integriert, der mit je einem Emblem bekrönt und einer Inschriftenkartusche am unteren Rand versehen ist. Die in Passau gedruckte Originalausgabe umfaßt 52 Tafeln. Der Auftraggeber war Franz Anton Graf von Sporck. Ganz seltene und noch weitgehend unerforschte Ausgabe!!!. Ungebunden, alle Stiche einzeln.

Vier Kupferstiche zum Leben des Räubers Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, dem 130 Straftaten nachgewiesen werden konnten (geb. 1779, hingerichtet am 21. November 1803)
Kupferstich 1: Abführung des Schinderhannes „1 Schinder Hans. 2. Dessen Vater Bükler. Jacob Müller. 4 Die übrigen Räuber und Mitschuldige und 5. die Weiber.“, Blattgröße: 32 x 23 cm , Bildgröße: 28 x 16,5 cm; Kupferstich 2 (bestehend aus zwei Stichen): Linker Stich „Schinderhannes, oder Johann Bückler im Gefängnisse. Rechter Stich oben: Schinderhannes, oder Joh. Bückler und Consorten vor ihren Richtern.“ Bildunterschrift unten: „1. Kriminalsession. 2. Johann Bückler. 3 dessen Ankläger. 4 dessen Defensor. 5 Johann Müller 6 Rosina Großmeyern.“, Blattgröße: 32 x 24 cm, Bildgröße: 28,5 x 17; Kupferstich 3: „Ankunft im Reiche der Todten des Räuberhauptmanns Schinderhannes und seiner anderen hingerichteten Spiessgesellen.“ (ein kurioser Stich, denn die Räuber tragen allesamt ihre Köpfe unter dem Arm!), Blattgröße: 32, 5 x 23,5 cm, Bildgröße: 28 x 19 cm; Kupferstich 4 (zweigeteilt, links Abbildung des Schinderhannes stehend, rechts Ablauf der Hinrichtung mittels Fallschwertmaschine, Rückseite Text zur Hinrichtung, Kupferstiche von anderer Druckqualität, die Figur des Schinderhannes ähnelt der auf einem Stich von 1803, deshalb dat. 1803): „Vorstellung der Hinrichtung von Johann Bückler.“, Blattgröße: 31 x 18,5 cm, Bildgröße: 31 x 16,5 cm.

Kupferstich von 1602, bestehend aus drei Stichen und Text, davon ein Porträt. Das Blatt zeigt das Porträt, Gefangennahme und Hinrichtung des Charles de Gontault, Duc de Biron, 20. Juli 1602, Blattgröße (H/B): 35,5 x 29,5 cm, Bildgröße 19 x 18 cm. Der Text ist in deutsch und latein verfaßt. Charles de Gontaut, duc de Biron (* 1562; † 31. Juli 1602 in Paris), Marschall von Frankreich, war ein französischer Heerführer und Diplomat.
Charles de Gontaut-Biron war ein Sohn des Marschalls Armand de Gontaut, seigneur de Biron (1524–1592). Er diente mit Auszeichnung unter seinem Vater, wurde schon 1576 Oberst der Schweizergarde, 1589 General und kämpfte bei Arques, Ivry, Aumale, vor Paris und Rouen so tapfer, dass er als Fulmen Galliae („Blitz Galliens“) berühmt und gefürchtet war.
1592 wurde er Admiral, 1594 Marschall, 1595 Gouverneur von Burgund und 1598 Herzog und Pair von Frankreich. Er eroberte die Städte Beaune, Autun, Auxonne and Dijon und zeichnete sich in der Schlacht von Fontaine-Française aus. 1596 wurde er gegen die Spanier in Flandern, der Picardie und im Artois gesandt. Nach dem Frieden von Vervins ging er 1598 als Gesandter nach Brüssel.
Gontaut, der zweimal die Konfession wechselte, ließ sich 1599, als er Gesandter in Brüssel war, von den Spaniern durch Zusicherung reicher Belohnungen, namentlich der Hand einer savoyischen Prinzessin, zum Versprechen einer Erhebung gegen Heinrich IV. verleiten. Er brachte zwar im savoyischen Krieg 1600, in dem er das Heer Heinrichs befehligte, das Komplott nicht zur Ausführung, fuhr aber, auch nachdem der König ihm den ersten Treubruch verziehen hatte, in seinen Verbindungen fort, wurde nach der Entdeckung derselben vom Parlement zum Tod verurteilt und am 31. Juli 1602 in der Bastille enthauptet.
Der Marschall Charles-Armand de Gontaut, duc de Biron (1663–1756), für den das 1602 konfiszierte Herzogtum Biron 1723 wiedererrichtet wurde, war sein Großneffe.

Kupferstich mit Text. Rache eines Mädchens (1578), Matthäus Merian, Theatrum Europaeum, 1657.
Im Jahre 1578, als der “Hertzog von Alenzon” im Hennegau lag, trug sich folgender Kriminalfall in dem Dorf Becout zu. Ein Capitain mit Namen la Pont logierte im Haus eines Bauern, der eine sechzehnjährige Tochter sein eigen nannte. Auf die hatte der Offizier es abgesehen. Er begehrte das Mädchen zur Frau, wurde aber vom Vater abgewiesen. Daraufhin trieb er den Vater aus dem Gemach und verging sich an dem Mädchen. Danach ließ er auch “seine Soldaten ihren Mutwillen mit ihr treiben”. Dann setzte er sich an einen Tisch und verspottete das Opfer. Doch das vergewaltigte Mädchen sann auf Rache und erstach in einem günstigen Augenblick ihren Peiniger. Als der Diener des la Pont diesem etwas heimlich in ein Ohr sagte, “stach sie ihm unversehens ein Messer ins Hertz/daß er stracks niedersanck und starb. Aber es kostete sie auch ihr Leben: Dann als sie zu entrinnen vermeynte/ward sie von den Soldaten ereylet/an einen Baum gebunden/und also erschossen.”

Kupferstich: „Eine exemplarische Soldaten Justice“, Kupferstich ca. 28x35cm (Darstellung) auf Büttenpapier (32x38cm), Tafel Nummer „Hhh“ aus: Hannß Friedrich von Fleming, Der Vollkommene Teutsche Soldat, Leipzig, Johann Christian Martini 1726

Kupferstich von der Ermordung der Gebrüder de Witt. Der Kupferstich zeigt eindrucksvoll die barbarische Ermordung der Gebrüder de Witt am 20. August 1672. Kupferstich von 1728.

Riesenkupferstich von 1777, bestehend aus 24 Einzelkupfern, Höhe: 85 cm, Breite: 57 cm, Frankreich, die Kupfer zeigen in chronologischer Folge den Mord des Antoine François Desrues (1744-1777) an Madame de la Motte im Dezember 1775, die Entdeckung der Leiche, den Gerichtsprozeß sowie die Räderung und anschließende Verbrennung des Delinquenten am 6. Mai 1777.
Antoine François Desrues (1744–1777) was a French poisoner. He was born at Chartres of humble parents. He went to Paris to seek his fortune, and started in business as a grocer. He was known as a man of great piety and devotion, and his business was reputed to be a flourishing one, but when, in 1773, he gave up his shop, his finances, owing to personal extravagance, were in a deplorable condition.
Nevertheless, he entered into negotiations with a Madame de la Motte for the purchase from her of a country estate, and, when the time came for the payment of the purchase money, invited her to stay with him in Paris pending the transfer. While she was still his guest, he poisoned first her and then her son, a youth of sixteen. Then, having forged a receipt for the purchase money and taken on the aristocratic name „Desrues de Bury,“ he endeavoured to obtain possession of the property.
But by this time the disappearance of Madame de la Motte and her son had aroused suspicion. Desrues was arrested, the bodies of his victims were discovered, and the crime was brought home to him. He was originally sentenced to life in prison, but was retried and condemned to be torn asunder alive and burned. He was condemned to death and executed in Paris in 1777, Desrues repeating protestations of his innocence to the last. An extended debate ensued after his death, which was seen as a touchstone for understanding both the last years of the Ancien Régime and the early revolutionary period, with Balzac, Hugo, and Dumas among the participants. As late as 1828 a dramatic version of it was performed in Paris.

C Einblattdrucke, Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen

Bericht Von Wilhelm von Grumbach Und Cantzler Christian Brücken/ Welche nach Verdienst/ Urthel und Recht den 18. April. 1567. zu Gotha auff offentlichen Marckte lebendig Geviertheilet worden/ Nebenst einem Anhange Von OTTO Bruegmann etc. Gedruckt im Jahr 1704. Flugschrift, Papier, 16 Seiten, Blattgröße: 20 x 16,5 cm.

Einblattdruck aus dem Jahre 1692 „Demnach die Erfahrung bezeuget / was massen in dieser guthen Stadt die Betteley auf den Gassen und an den Häusern / aller vormals dagegen gemachten heilsamen Verordnungen und Anstalten ohnerachtet / fast Überhand nehmen wollen / indem aus nahe und ferne belegener Frembde allerhand liederliches Gesindel in diese Stadt einschleicht / … Actum und Decretum in Senatu publicatumque sub Signeto den 11. Martii Anno 1692“; 1 Blatt Büttenpapier mit einem schönen Kupferstich als Kapital, gut erhalten. Am unteren Ende ein aufgedrucktes Siegel mit den Initialen „L.S.“. Leider ist kein Ort angegeben, auf der Rückseite steht aber in sehr alter Handschrift „Rensburg“ oder „Rendsburg“ und „Herrenburg“ neben anderem Text und verschiedenen Zahlen. Der Text in deutscher Sprache, in dem die Maßnahmen gegen die Bettelei und Bettlerei in dieser Stadt beschrieben werden. Größe: ca. 38×27 cm. Zweifach gefaltet.

Ein Gedenkdruck für A. Katharina Wilhelmine Maria Schütz (Altdorf, 1820)
Zu den ganz seltenen Einblattdrucken, die nicht den Täter oder einen Kriminalfall mit Hinrichtung zeigen, sondern an ein Opfer erinnern, dürfet es sich um das unten abgebildete Exemplar handeln. Der Druck, der sich auf einen Doppelmord in Altdorf (1820) bezieht, wurde gezeichnet und gedruckt von G. P. Buchner in Nürnberg. Transkription: A. Kath.Wilh. Maria Schütz Geboren den 2ten May 1797 zu Altdorf wurde nebst ihrem Dienstherrn in der Nacht von 20ten auf den 21ten Septbr 1820 durch die grausammsten verworfensten Geschöpfe der Menschheit auf die grässlichste Weise ermordet. – Ein frommes Kind den Eltern – bei den untadelhaftesten Wandel eine treue fleissige Dienerin ihrer Herrschaft wird sie von Bekannten und Untertanen allgemein mit innigstem Schmerz=Gefühle betrauert. Erschrecklich war ihr Tod! Aber glorreich wird ihr Erwachen sein”

Die französischen Bagnos – Sehr schöne Bildquellen und umfangreiche Texte zu den französischen Bagnos liefert die Illustrirte Zeitung von 1845 (Band IV, Nr. 89, S. 167-173).

Flugschrift. Schreckliche Mord-Geschichte, welche sich nächst Tulon in Spanien in einem Walde zugetragen hat, wo eine Familie von 6 Personen den 20. August 1856 überfallen wurde, wo sie bald Alle ihren Geist aufgaben. Linz, Josef Schmidt, o. J. (ca. 1857). 2 Bl. Gr. 8°, Orig.-Broschur. Auf 2 Textseiten wird die Räubergeschichte dargestellt. Der Räuberhauptmann Wahldorf überfällt mit seinen 16 Genossen einen Kaufmann mit seiner Frau und Kindern, der Kaufmann überlebte schwerverletzt, der Rest der Familie wurde brutal ermordet, und so konnte die Räuberbande überführt werden und alle wurden am 22. Januar 1857 hingerichtet. Auf dem Rückblatt ein Lied zu den Ereignissen mit 8 Strophen: Hört, Freunde! was ich neues bringe, Traurig ist’s hier anzusehen, Was erst kürzlich ist geschehen. Wird Jedermann zu Herzen geh’n, Wie ein Kaufmann und seine Familie Reisten fröhlich durch einen Wald, Als sie Männer schnell ereilten, Hielten die Pferde und schrieen halt! Stark rissiges Papier, gebräunt, stockfleckig und wasserrandig. Selten.

Holzschnitt auf einer Flugschrift über den Kriminalfall des Martin Dumollard, Frankreich, hingerichtet am 8. März 1862.
Die seltene Flugschrift zeigt einen Holzschnitt, der die Hinrichtung Dumollards mittels Guillotine darstellt (Sammlung Kirchschlager, Arnstadt). Martin Dumollard gilt als einer der berüchtigsten Serienmörder Frankreichs (vgl. Historische Serienmörder I). Er ermordete zahlreiche junge Frauen, wobei ihm seine Ehefrau behilflich gewesen sein soll.

Die Hinrichtung des Gattenmörders Dr. Crippen, Titelblatt v. Das interessante Blatt, Nr. 48, Wien 1. Dezember 1910, XXIX. Jahrgang. Dr. Hawley Crippen ermordete und zerstückelte am Ende des 19. Jahrhunderts seine Frau Belle Elmore, um mit seiner Geliebten Ethel Le Neve leben zu können. Bei der Fahndung nach Dr. Cripen wurde zum ersten Mal in der Geschichte der polizeilichen Fahndung ein sogenanntes “Marconigramm” verwendet, das auch sogleich erfolgreich war. Scotland Yard sandte ein Marconigramm an den Kapitän der “Montrose”, auf der sich Dr. Crippen und Ethel Le Neve befanden, um nach Kanada zu fliehen. Angesichts der kanadischen Küste wurden die beiden verhaftet und nach London zurückgebracht. Selten einmal hatte ein Mord, eine Fahndung und ein Prozeß in England solches Aufsehen erregt wie der “Fall Dr. Crippen”. Der Arzt wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Ethel Le Neve wurde von der Anklage der Mittätetrschaft freigesprochen. (Text aus Verbrecher von A-Z, S. 87f.)

Hinrichtung via Elektrizität in den USA. Die farbige Abbildung aus einer französischen Zeitung vom Ende des 19. Jahrhunderts zeigt eine Hinrichtung mittels Elektrizität in den USA,

Aus dem Leben des Scharfrichters Josef Lang (1855-1925). Die Illustrierte Kronen=Zeitung vom Freitag, dem 21. Juli 1933 (Nr. 12.032, 34. Jahrgang), widmete sich auf der Titelseite und mit einer Geschichte dem Scharfrichter Josef Lang. Unter dem Titel Ein Jubiläum des Grauens. 30 Jahre nach der letzten Hinrichtung in Wien erfahren wir einige interessante Details, wie z. B. den Inhalt des Speisezettels des Raubmörders Anton Senekl, des letzten von Lang Hingerichteten.

Plakat, Bekanntmachung einer Hinrichtung aus dem Jahr 1915

Wenn der Henker im Todesauto nach Torgau kommt…
BILD vom 15. März 1977, ein Kuriosum. Der Text stammt von C. Christiansen und wurde unter dem thema des Tages – Hinrichtungen in der “DDR” veröffentlicht.
Auf einem Lastwagen läßt Ost-Berlin seine Mörder köpfen
In der Todeszelle des “DDR”-Zuchthauses Torgau (Elbe) weckte kurz nach 2.30 Uhr früh der Aufseher, den alle den “groben Gottlieb” nannten, den 20jährigen Mörder Rolf Albert: “Albert! Es ist soweit!” Albert schlug wild um sich und schrie: “Hilfe! Rettet mich!” Die Wärter schleppten ihn nach draußen – in einen Lastwagen. Sie verbanden ihm die Augen und fesselten ihn an eine senkrechte Wand im geschlossenen Lastwagen. Diese Wand wurde in die Waagerechte gekippt. Es war drei Uhr. Ein Mann im dunklen Anzug nickte. Der Motor heulte auf. Das Fallbeil sauste von der Decke und durchschlug Alberts Hals. Das Todesurteil war vollstreckt. Zum erstenmal enthüllt ein ehemaliger Häftling von drüben das blutige Sterben der “DDR”-Todeskandidaten in fahrbaren Hinrichtungsstätten. Wolfgang H. (37) saß 270 Tage lang in der Torgauer Todeszelle, weil er mehrere Gefängnisrevolten angezettelt hatte. Er wurde nicht zum Tode verurteilt, aber als großes Sicherheitsrisiko eingestuft. Wolfgang H.: “In diesen 270 Tagen wurden in Torgau etwa 18 bis 20 Menschen geköpft.” Immer wenn abends gegen 23 Uhr der heulende Ton des luftgekühlten Lastwagenmotors zu hören war, wußten die Insassen: der Todeswagen kommt. Es war ein grüner Armeelastwagen vom Typ “G-5″, der in der Nähe des Wachhäuschens geparkt wurde.

D Historische Postkarten zur Rechts- und Kriminalgeschichte

200 Exemplare Laufzeit 1880-1950.

Bildauswahl

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Ausstellungen in Gera/ Stadt- und Regionalbibliothek (ab 25.9.2019) und Stadt- und Bergbaumuseum Staßfurt (Ende Januar 2020)

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Kerstin Kämmerer: „Ich töte, was ich liebe“ – Eine Rezension von Max Pechmann

Kerstin Kämmerer ist ehemalige Erste Hauptkommissarin und berichtet in ihrem Buch „Ich töte, was ich liebe“ über einige Fälle, an deren Lösung sie mitgerarbeitet hat. Doch dabei bleibt es nicht. Denn die Autorin berichtet auch von drei Fällen, von denen sie während ihrer Schulzeit erfahren hat und die Menschen in ihrer unmittelbaren Nähe betrafen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: „Ich töte, was ich liebe“ ist erstklassig. Zum einen wegen des wunderbaren Schreibstils von Kerstin Kämmerer, der einen regelrecht über die Seiten gleiten lässt. Zum anderen wegen der interessanten und spannenden Fälle, über die sie berichtet, wobei sie auch auf die biografischen Hintergründe der beteiligten Menschen eingeht. Und drittens, da es mehr als nur eine Schilderung von Ereignissen darstellt. Kerstin Kämmerer lässt den Leser direkt teilhaben an der Polizeiarbeit und schildert dabei ihre Gedanken und Gefühle, die sie während der Ermittlungen hatte, was das gesamte Buch ungemein lebendig und vielschichtig werden lässt.

Das Ergebnis ist ein überaus faszinierender Einblick in das Leben einer Kommissarin, so spannend geschrieben wie ein Krimi. Dabei schildert sie auch ihre Anfänge bei der Polizei und wie sie einen ihrer ersten Fälle löste, bei dem es um den Diebstahl einer Lichtorgel ging. Das weitere Buch ist aufgeteilt in unterschiedliche Verbrechenskategorien, die von Exhibitionismus bis zu Mord reichen und die von der Autorin jeweils mit einer Einleitung versehen sind. Überaus interessant ist dabei das Kapitel über Frauen als Täter. Kerstin Kämmerer schreibt, dass sie es in ihrer Laufbahn eher selten mit Frauen zu tun hatte, die einen Mord begangen haben. Ihre Analyse darüber ist soziologisch sehr faszinierend.

Eine wahre Gänsehaut verursacht einem das letzte Kapitel mit dem Titel „Bizarre Fügung“. Denn hier erwähnt Kerstin Kämmerer eine Reihe von Fällen, die miteinander zusammenhängen, wobei sie selbst einmal dem Täter begegnet ist.

Kurz und knapp: „Ich töte, was ich liebe“ ist ein wahres Highlight zum Thema Kriminalistik. Es ist absolut schwer, mit dem Lesen wieder aufzuhören.

Kerstin Kämmerer. „Ich töte, was ich liebe“. Eine Thüringer Kriminalistin erzählt. Verlag Kirchschlager 2019, 207 Seiten (mit Lesebändchen), 16,95 Euro.

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Neuerscheinung – Kerstin Kämmerer: „Ich töte, was ich liebe“ – Eine Thüringer Kriminalistin erzählt

Die Erste KHK. a. D. Kerstin Kämmerer taucht in ihrem Buch tief in die Seelen von Opfern und Tätern ein. Spannend beschreibt die erfolgreiche Kriminalistin Fälle aus ihrer Dienstzeit. Mit einem Schaudern folgt ihr die Leserschaft an Tatorte voller Grauen. Und wenn auch die Kriminalisten sehr erfolgreich waren (und es noch immer sind), kann man so manches Urteil nicht verstehen….

Hardcover, Fadenheftung, Leseband, 200 Seiten, Preis: 16,95 Euro

Zur Autorin Kerstin Kämmerer: Kerstin Kämmerer nahm im Januar 1983 eine Tätigkeit als Zivilbeschäftigte in der Abteilung Paß- und Meldewesen im Volkspolizei-Kreisamt (VPKA) Weimar auf. 1985 wechselte sie zur Abteilung Kriminalpolizei, wo sie als Sachbearbeiterin im Kommissariat VII (Kinder- und Jugendkriminalität) tätig war. Parallel dazu absolvierte sie von 1985 bis 1987 im Fernstudium eine Fachschulausbildung (Zusatzstudium)1 an der Offiziersschule Aschersleben, Ausbildungsrichtung Kriminalpolizei.
Im Juli 1990 wurde sie im damaligen Kommissariat 10, später Kommissariat 1 der Kriminalpolizeistation (KPS) Weimar eingesetzt. Sie bearbeitete bis 1998 Straftaten gegen das Leben und die Gesundheit, insbesondere Sexualstraftaten. Gleichzeitig nahm die Kriminalistin seit 1993 die Abwesenheitsvertretung des Kommissariatsleiters wahr. Als Leiterin des Kommissariats 1 wurde sie dann ab Oktober 1998 eingesetzt.
Von 2006 bis 2008 leitete sie die Abteilung Interne Ermittlungen im damaligen Polizeiverwaltungsamt in Erfurt. Nach Auflösung des Polizeiverwaltungsamtes wurde sie als Leiterin des Sachbereiches Auswertung im Landeskriminalamt Thüringen (TLKA) tätig.
Im Jahr 2014 erhielt sie im Ergebnis eines Auswahlverfahrens die Einweisung in den Dienstposten des Leiters der KPS Weimar. Diese Funktion hatte Kerstin Kämmerer bis zu ihrer Pensionierung Ende 2017 inne.
Kerstin Kämmerer war an der Bearbeitung und Aufklärung folgender besonderer Fälle beteiligt:

  • 1991 Aufklärung einer Straftatenserie des sexuellen Mißbrauchs von Kindern (vgl. „Tätowierter Beweis“)
  • Leitung einer Soko zur Aufklärung eines Tötungsdeliktes an einem jungen Mann im Jahr 1995 in Weimar (vgl. „Der rote Schal“)
    Mitarbeit in der BAO „Daasdorf“ zur Aufklärung eines Tötungsdeliktes an zwei Ukrainern im Bordell in Daasdorf, im Jahr 1997 (vgl. „Penelope“)
  • Mitarbeit in der BAO IGS (Integrierte Gesamtschule Erfurt) im Jahr 2008, nach Amokdrohung gegenüber der Schule – Es wurden zwei Täterinnen ermittelt. Die Aufgabe von Kerstin Kämmerer bestand im Aufbau und in der Leitung der Auswertung.
  • Mitarbeit in der Projektgruppe zur Einführung eines Fallbearbeitungssystems in Thüringen (FBSTh) von 2009 bis 2014. U.a. beschrieb Kerstin Kämmerer zusammen mit einer Kollegin aus dem TLKA die fachlichen Anforderungen an die IT-Anwendung nach der Methode E.VA (Ergebnisorientiertes Verarbeiten von Anforderungen) der Firma IntelliNOVA GmbH Erfurt. Durch die Firma Optimal Systems Jena wurde das FBS im Jahr 2016 fertiggestellt.
  • Oktober 2016 bis 31. Dezember 2017 – Mitarbeit in der Soko „Altfälle“ mit dem Ziel der Aufklärung dreier Tötungsdelikte an Kindern aus den 1990er Jahren.
    Ihre Aufgabe bestand in der Einrichtung und dem Aufbau der Soko. Zunächst war sie als stellvertretende Leiterin tätig. Später leitete sie die Soko bis zu ihrer Pensionierung.
    Die Soko nutzte erfolgreich das erst im Jahr 2016 eingeführte Fallbearbeitungssystem. Die Arbeit der Soko führte zur Ermittlung und Überführung eines Täters, der im Jahr 1991 die damals zehnjährige Stephanie aus Weimar entführt, das Mädchen sexuell mißbraucht und danach von der Teufelstalbrücke geworfen hatte. Am 30. November 2018 wurde der Mörder durch das Landgericht Gera zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Gegen das Urteil hat er Revision eingelegt.
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Neuerscheinung – Ab sofort lieferbar: Wer nicht hören will, muß fühlen von Sieglinde Schwarzer

In dem vorliegenden Buch hat Sieglinde Schwarzer, die unter dem Pseudonym Ruth Hirschel seit vielen Jahren publiziert, eine Auswahl ihrer Gerichtsberichte getroffen und diese nach Lebens- und Straftatbereichen sortiert. ISBN 978-3-934277-81-6,


So geht es im 1. Kapitel um die Wahrheitspflicht bei Zeugenaussagen. Eine unwahre Behauptung unter Eid kann rasch zu Gefängnisaufenthalt führen.
Über Beziehungsprobleme wird im 2. Kapitel berichtet: Da bringt ein 24jähriger Student seine Freundin aus Eifersucht fast um. In einem anderen Fall übergießt eine 56jährige Frau ihren Lebensgefährten mit kochendem Wasser.
Beispiele für sexuellen Mißbrauch von Kindern gibt es im 3. Kapitel.
Sehr berührt haben die Autorin zwei Strafverfahren, über die im 5. Kapitel unter den Titeln „Familientragödie auf dem Bauernhof“ und „Martyrium für eine Mutter“ berichtet wird, gab es hier doch nicht die geringste Achtung vor den Eltern. Sehr betroffen gemacht hat sie, wie Jugendliche ihr 61jähriges Opfer in der Badewanne malträtierten.
Tragisch ist auch die fahrlässige Tötung in den Berichten „Verhängnisvoller Irrtum im Krankenhaus“ und „Tod des Babys durch Nichtbefolgen ärztlichen Rates“ im 7. Kapitel.
Durch Fehlverhalten im Straßenverkehr werden ebenfalls Menschenleben in Gefahr gebracht. Dafür gibt es viele Beispiele im 8. Kapitel. Besonders schlimm ist es, wenn ein Autofahrer mit Selbstmordgedanken seinen Pkw in den Gegenverkehr lenkt.
Suchtprobleme sind Gegenstand von einigen Strafverfahren im 9. Kapitel. Da raubte mit Gewalt ein Gaunerpärchen älteren Frauen deren Handtaschen, um sich Geld für den Kauf von Drogen zu beschaffen.
Die Demenz einer Kundin nutzte eine Sparkassenangestellte schamlos aus, um 70.000 Euro auf ihr eigenes Konto zu überweisen. Solche Beispiele für Betrug und Untreue sind im 10. Kapitel dargestellt.
Als letzten Beitrag hat Sieglinde Schwarzer einen Bericht über einen Vater aufgenommen, der 500 Euro Bußgeld zahlen mußte, weil seine Tochter den Schulunterricht verweigerte.
In sämtlichen Gerichtsberichten wurden die Klarnamen der Täter, Opfer und Zeugen verfremdet.

Beispiele für sexuellen Mißbrauch von Kindern gibt es im 3. Kapitel.
Sehr berührt haben die Autorin zwei Strafverfahren, über die im 5. Kapitel unter den Titeln „Familientragödie auf dem Bauernhof“ und „Martyrium für eine Mutter“ berichtet wird, gab es hier doch nicht die geringste Achtung vor den Eltern. Sehr betroffen gemacht hat sie, wie Jugendliche ihr 61jähriges Opfer in der Badewanne malträtierten.
Tragisch ist auch die fahrlässige Tötung in den Berichten „Verhängnisvoller Irrtum im Krankenhaus“ und „Tod des Babys durch Nichtbefolgen ärztlichen Rates“ im 7. Kapitel.
Durch Fehlverhalten im Straßenverkehr werden ebenfalls Menschenleben in Gefahr gebracht. Dafür gibt es viele Beispiele im 8. Kapitel. Besonders schlimm ist es, wenn ein Autofahrer mit Selbstmordgedanken seinen Pkw in den Gegenverkehr lenkt.
Suchtprobleme sind Gegenstand von einigen Strafverfahren im 9. Kapitel. Da raubte mit Gewalt ein Gaunerpärchen älteren Frauen deren Handtaschen, um sich Geld für den Kauf von Drogen zu beschaffen.
Die Demenz einer Kundin nutzte eine Sparkassenangestellte schamlos aus, um 70.000 Euro auf ihr eigenes Konto zu überweisen. Solche Beispiele für Betrug und Untreue sind im 10. Kapitel dargestellt.
Als letzten Beitrag hat Sieglinde Schwarzer einen Bericht über einen Vater aufgenommen, der 500 Euro Bußgeld zahlen mußte, weil seine Tochter den Schulunterricht verweigerte.
In sämtlichen Gerichtsberichten wurden die Klarnamen der Täter, Opfer und Zeugen verfremdet.

Taschenbuch, 230 Seiten, ISBN 978-3-934277-81-6, Preis: 12,95 Euro

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Neuerscheinungen im Verlag Kirchschlager

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde unserer kriminalistischen Bücher! Unser Verlag wird auch 2019 wieder Sachbücher in gewohnt hoher Qualität verlegen.

Freuen Sie sich auf einen 2. Band von Lothar Schirmer „Abgezockt von Gaunern und Ganoven“ mit vielen Cartoons von Sven Kirchner und zahlreichen guten Tipps, wie Sie sich vor Trickbetrügern und Kleinkriminellen schützen können. Mehr Seiten, gleicher Preis!

Darüberhinaus erscheint das Buch der Weimarer Kriminalistin Kerstin Kämmerer „Ich liebe, was ich töte“ – ein spannendes, aber auch erschütterndes Buch. Lesereise ab Ende Oktober 2019.

In Vorbereitung sind zudem eine „Chronik von Gera – Zeittafel / Lexikon“ von Steffen Löwe, ein 3. „Thüringer Mord-Pitaval“ von Frank Esche, eine Buch über das gefährliche Leben schöner Frauen von Heidi Zengerling

sowie das Buch des Kriminalisten Udo Brill „Das Skelett am Straßenrand – Mord- und Kriminalfälle aus Eisenach und dem Wartburgkreis“ über seine Eisenacher Zeit und dortige Kriminalfälle.

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Kriminalistische Abende mit Lothar Schirmer sind immer ein Erlebnis – Der Ganovenjäger aus Sachsen-Anhalt ist beliebter Bühnenstar

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Lothar Schirmer warnt: VORSICHT vor falschen POLIZISTEN!!!

Leseproben aus dem Buch: Die Tricks der Gauner und Ganoven von Kriminalrat a. D. Lothar Schirmer

FALSCHE POLIZISTEN

Die Polizei dein Freund und Helfer – so ist die Wunschvorstellung unserer Bürger und auch von unseren Ordnungshütern, doch manchmal tauchen da Typen auf, die sich als Polizisten oder Kriminalbeamte ausgeben, in Wirklichkeit aber gewiefte Betrüger sind. Opfer sind häufig Menschen, die aus ihrer Lebenserfahrung heraus mächtigen Respekt vor den staatlichen Ordnungshütern haben und so kaum wagen Bedenken anzumelden, wenn da jemand mit dienstlicher Mine vor der Tür steht und behauptet, er sei von der Polizei. Die Betrüger machen oft reiche Beute, denn nicht wenige Leute haben größere Bargeldsummen zuhause. Durchlebte Kriege und damit verbundene Inflationen haben dafür gesorgt, dass ihr Vertrauen in die Banken nicht sonderlich groß ist und sie glauben, dass das Geld zuhause besser aufgehoben ist.
Die falschen Polizisten sind mit Sicherheit Leute mit einem extrem gestörten Verhältnis zum Eigentum Anderer. Häufig hatten sie eine Beschäftigung, in der Kommunikation gefragt war, z.B. im Verkaufsbereich oder sie haben zeitweise in Drückerkolonnen gearbeitet. Auf alle Fälle sind sie in der Lage ihre Opfer wortgewandt „einzulullen“ mit dem, was sie ihnen erzählen. Weiterlesen

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Frank-Rainer Schurich: Der Fall Matthias Hintze

Am 14. September 1997, vor über zwanzig Jahren, ereignete sich ein grausames Verbrechen. Vor dem elterlichen Haus in Geltow bei Potsdam wurde gegen 21.50 Uhr der 20-jährige Gastwirtssohn Matthias Hintze entführt. Kurz darauf kam es in Glindow, wenige Kilometer weiter, zu einem Auffahrunfall – wie sich später herausstellte zwischen den zwei „Tatfahrzeugen“ –, bei dem Zeugen den gefesselten Entführten unter einer Kofferraumklappe, die beim Unfall aufgesprungen war, um Hilfe rufen hörten und sahen. Weiterlesen

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