Fernsehdokumentation mit Petra Klages zum Rhein-Ruhr-Ripper

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Gerd Franks „Killerpärchen“ – Neuerscheinung

Gerd Frank legt mit diesem Sonderband der Totmacher-Reihe ein Buch zum Thema Serienmörderpaare vor. Er präsentiert grauenvolle Beispiele menschlichen Tuns und des menschlichen Sadismus, ausgelebt von unterschiedlichsten Paaren, Familien und Banden, die ihre hauptsächlich sexuell-perversen Neigungen bis zum Mord, ja Serienmord trieben. Dabei können die Fälle nicht unterschiedlicher sein, wenngleich sie sich auch ähneln. Handelten die Benders als Familie, treten uns mit den Ägypterinnen Raya Hasaballah und Sakina Abd el-Aal zwei Schwestern samt ihren Handlangern entgegen.

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Die Selbstkreuzigung des Matteo Lovat (1805)

Der venezianische Arzt Cesare Ruggiere (1768-1828) berichtet in einer kleinen Schrift (Rudolstadt 1807) über die Selbstkreuzigung des Matteo Lovat, auch Matteo von Casale genannt, zu Venedig am 19. Juli 1805.

Die Selbstkreuzigung, d. h. der tatsächliche Nachvollzug jener antiken Hinrichtungsart, durch die der historische Jesus zu Tode gebracht wurde, ist in der Geschichte des Christentums die Ausnahme, anders als die Geißelung, die als Mittel klösterlicher Askese und der Laienfrömmigkeit durch zwei Jahrtausende hindurch wechselnde Popularität genoß. Cesare Ruggieri war zufällig in der Nähe der Calle delle muneghe, als sich der 47jährige Matteo Lovat selbst kreuzigte. Der Arzt traf nach dessen Notversorgung durch einen Wundarzt (Fußbad, herzstärkendes Mittel) bei ihm ein, fand ihn im Schock und kaum kommunikationsfähig und ließ ihn (mit Genehmigung der anwesenden Polizeidirektors von Cannaregio) von S. Alvise ins Hospital SS. Giovanni e Paolo rudern.
Matteo Lovats Behandlung bestand aus Pflege der Wunden, einer Diät, der Versorgung mit Medikamenten und aufbauenden Gesprächen. Ruggieri vermutete, Lovat leide an Pellagra. Die Pellagra ist eine ernährungsbedingte Störung, verursacht durch Mangel an Niacin (Vitamin B3) oder seiner Vorstufe (Tryptophan), die hauptsächlich in Asien und Afrika auftritt und durch ungenügende Ernährung verursacht wird. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch Dermatitis, gastrointestinale Symptome (Diarrhoe) und neuropsychiatrische Störungen (Demenz). Sie ist ohne korrekte Behandlung lebensbedrohlich.

Matteo Lovat, der Priester werden wollte, aber nur Schuhmacher wurde, nahm im Juli 1802 an sich mittels eines scharfen Schuhmacherinstruments eine allgemeine gänzliche Amputation der Zeugungsteile vor und warf alle Teile, derer er sich beraubt hatte, zum Fenster hinaus auf die Straße.
Matteo Lovat, der seine eigene Wundheilung bestens organisiert hatte, wurde daraufhin zum Gespött der Dörfler wurde.

1802 zog er nach Venedig, wo er im September 1803 von einem Nachbarn bei seinem ersten Kreuzigungsversuch gestoppt wurde. Nach einem Wohnungswechsel bereitete er eine zweite Selbstkreuzigung vor.

Matteo Lovat hatte die Kreuzigung bis ins Detail geplant. Er blieb unauffällig, wollte keinerlei Aufmerksamkeit erregen. Mit ruckartigen Bewegungen und mit Hilfe eines Seils und seines eigenen Gewichtes ließ er sich aus seinem Fenster gleiten und präsentierte sich gekreuzigt der Nachbarschaft.

Matteo Lovats Wunden heilten schnell, trotzdem blieb er krank, litt an Schlafstörungen. Dem Arzt Ruggieri gelang es nicht, den psychologischen Hintergrund der Selbstkreuzigung zu klären. Matteo Lovat wurde im August 1805 in das „Hospital für Wahnsinnige“ nach San Servolo gebracht, wo er am 8. April 1806 starb. Die letzten sieben Monate bis zu seinem Tod waren für ihn ein Martyrium gewesen.
Matteo Lovats litt zweifellos an einer besonderen Form von Seelenstörung.

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In Vorbereitung: KIRCHSCHLAGERS KRIMINAL-KABINETT – Festschrift und Monumentalwerk

Geschätzte Leserschaft, liebe Freunde des Verlages Kirchschlager! Leider konnten wir im letzten Jahr unsere Festschrift anläßlich unseres 25jährigen Verlagsbestehens nicht realisieren. Wie alle 5 Jahre haben wir qualitative hochwertige Publikationen als Festschriften herausgegeben. Bald nun ist es wieder soweit! Ein Monumentalwerk – KIRCHSCHLAGERS KRIMINAL-KABINETT – Das gestochene Grauen – mit den seltensten Druckgrafiken (Holzschnitte, Kupferstiche, Stahlstiche), Buchillustrationen und Fotos / Ansichtskarten zum Thema Kriminal- und Rechtsgeschichte ist in Vorbereitung. Das großformatige, gebundene und mit bestem Papier gedruckte Werk wird einen Querschnitt der Sammlung des Verlages Kirchschlager zeigen. Natürlich wird diese Festschrift limitiert (999 Exemplare). Der Preis ist sensationell günstig – 29,90 Euro zzgl. ca. 8 Euro Versandspesen, da das Werk hauptsächlich von uns direkt über unseren Onlineshop vertrieben wird. Formlose Voranmeldungen sind ab sofort via Email info@verlag-kirchschlager.de mit Angabe der Anschrift möglich.

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Kriminalrat a. D. Hans Thiers im „Riverboat“ am 5. März 2021

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Podcast mit der Autorin Petra Klages zum Rhein-Ruhr-Ripper und ihren Büchern

https://www.radio912.de/…/der-rhein-ruhr-ripper-582001…

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Blutspur durch Thüringen – eine Rezension von Max Pechmann auf Film und Buch

Wer sich für Kriminalistik und Kriminalgeschichte interessiert, ist beim Verlag Kirchschlager stets an der richtigen Adresse. Bereits seit 25 Jahren bringt der Historiker und Verleger Michael Kirchschlager Sachbücher über diese Themen heraus. Autoren der Bücher sind u. a. Kommissare und Kriminaltechniker, die über ihre Fälle und über ihre Arbeit berichten.

Zum 25-jährigen Jubiläum erschien nun der Sammelband „Blutspur durch Thüringen – Berichte, Bilder, Dokumente“, der Fälle aus dem Zeitraum von 1884 bis 2020 beinhaltet. Wie auch alle anderen Bücher des Verlags, so ist auch die Jubiläumsausgabe ungemein informativ, die einzelnen Beiträge sind sehr spannend geschrieben und beinhalten zudem eine wahre Lebendigkeit, was u. a. daran liegt, dass, wie oben bereits bemerkt, aus erster Hand berichtet wird. Es geht u. a. über Raubmord, Mord aus Liebe, um Erpressung und über einen angedrohten Amoklauf. Kommissarin Kerstin Kämmerer schildert im letztgenannten Fall sehr genau, wie die Ermittlungen abliefen, sodass der Leser einen überaus interessanten Einblick in die Polizeiarbeit erhält. Doch auch die Berichte der Kommissare Wolfgang Tanner, Lutz Harder, Frank Richter und Lothar Schirmer stehen dem in nichts nach. Lothar Schirmer berichtet dabei auf packende Weise über den Fall eines desertierten russischen Soldaten in der ehemaligen DDR, wobei er die Zusammenarbeit zwischen dem russischen Militär und der Polizei bei den Ermittlungen und der Verfolgungsjagd genauestens schildert.

In dem Sammelband vertreten ist auch Gerichtsreporterin Sieglinde Schwarzer, die gleich neun Berichte abgeliefert hat. Der Kriminalhistoriker Wolfgang Krüger schildert in seinen Beiträgen Fälle aus den Jahren 1884 bis 1941, die mit dem Tode bestraft wurden. Vom Archivar Frank Esche stammen drei Berichte aus den Jahren 1925 bis 1951, die von Giftmord, einem Fall, in dem der Angeklagte frei gesprochen wurde, und einem Mord an einer Geliebten handeln. Sowohl Woflgang Krüger als auch Frank Esche führten für ihre Beiträge aufwendige Recherchen durch, was sich auch in den Texten bemerkbar macht. Denn der Leser erfährt nicht nur, wie die jeweiligen Fälle aufgeklärt wurden, sondern auch wie die damaligen Lebensumstände waren und welche sozialen und psychologischen Aspekte zu den Taten geführt haben. Vom Verleger Michael Kirchschlager stammen zwei Beiträge über einen brutalen Mord an einem Ehemann sowie über einen Fall, in dem es um Mord und gleichzeitige Brandstiftung geht. Der erste Fall stammt aus dem Jahr 1925, der zweite aus dem Jahr 1960, wobei beide Fälle nicht nur packend geschrieben sind, sondern genauso spannende Informationen über die jeweiligen gesellschaftlichen Hintergründe bieten. Zudem beinhaltet der Band auch den Augenzeugenbericht des „Helden von Gera“, der überaus mutig drei junge Menschen vor einem schrecklichen Verbrechen geschützt hat.

„Blutspur durch Thüringen“ ist durch die Vielzahl an Beiträgen ein großartiges Sachbuch, das die Polizeiarbeit aus der Sicht unterschiedlicher Akteure betrachtet und zusätzlich einen hochinteressanten Blick auf die Historie wirft. Dadurch deckt das Buch so ziemlich jedes Thema in Sachen Kriminalistik ab und schafft einen spannenden und informationsreichen Ein- und Überblick in die Ermittlungsarbeit und in die Kriminalgeschichte. Zurecht ein Jubiläumsband.

Blutspur durch Thüringen. Berichte – Bilder – Dokumente. 1884 – 2020. Verlag Kirchschlager 2020, 274 Seiten, 14,95 Euro, ISBN: 978-3-934277-88-5

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Neuerscheinung: Blutspur durch Thüringen – Berichte / Bilder / Dokumente 1884-2020

Im 25. Jahr seines Bestehens wurde auch der Verlag Kirchschlager bedingt durch das Coronavirus auf eine harte Probe gestellt. Lesungen wurden abgesagt genau wie die Leipziger Buchmesse, Buchhandlungen mußten zeitweilig schließen. Dennoch konnten Verlag, Herausgeber und Beiträger diesen Sammelband als kleine Festgabe zum Verlagsjubiläum realisieren.

Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen, wie in den meisten Büchern aus dem Verlag Kirchschlager, die Schilderungen wahrhaftiger krimineller Handlungen und Ereignisse. Und wir zitieren in diesem Zusammenhang Harald Korall (1932-2017), der sich durch die Autorenschaft und Herausgabe hervorragender kriminalistischer Bücher einen Namen gemacht hat: „Tatsächliche Verbrechensvorgänge machen betroffener als erfundene, wirkliche Täter bestürzen mehr als erdachte, und die Beschreibungen ihrer Handlungen und Motive sind wohl alles andere als kunstvoll erklügelte Denkspiele. Kriminalfälle, so gesehen, so dargestellt, sind gewiß nicht Teil der Unterhaltungsbranche, sondern haben ihre Chance auf Realismus. Indem sie Grenzfälle unserer Wirklichkeit ins Bild bringen, können sie präzise von sozialen Gegebenheiten und Prozessen erzählen, von Erreichtem und Zurückgebliebenem.“ Kriminalfälle aus mehreren Jahrhunderten und Gesellschaftsformationen dokumentieren zugleich die Entwicklung bzw. den Wandel einzelner Verbrechensarten und deren Tatmotive sowie die Entwicklung in den Rechtsauffassungen und Rechtspraktiken.

Letztere können nicht unterschiedlicher sein, vergleicht man die historischen Kriminalfälle des frühen 20. Jahrhunderts mit denen der Gegenwart. Das Spektrum der beschriebenen Fälle reicht vom Sexual-, Kindes- und Raubmord über Mordversuch, Banküberfälle und andere Gewaltstraftaten. Der Zeitraum erstreckt sich von 1884 bis in die Gegenwart 2020.

Erneut gehen unsere Autoren mit der interessierten Leserschaft an grauenvolle Tatorte, begeben sich auf Spurensuche, haben Teil an schier unglaublichen Mordtaten und Mordversuchen, gewähren uns Einblicke in die Arbeit der Kriminalpolizei und der Gerichtsorgane verschiedenster Gesellschaftsformationen, analysieren Tatmotive und weisen auf die jeweiligen Strafmaße hin. Bei einigen Fällen, besonders denen im ersten Kapitel des Buches „Unter dem Fallbeil“, kannte man mit den Mördern keine Gnade. Das Urteil lautete zumeist: Todesstrafe.

Im Sinne des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte Dritter wurden die Namen der Opfer, Zeugen und Täter – sofern noch nicht veröffentlicht – verfremdet. Wie der Großteil der Veröffentlichungen im Verlag Kirchschlager, so erscheint auch diese Ausgabe in alter Rechtschreibung. Wir verzichten bewußt auf Anglizismen, die Genderisierung der deutschen Sprache oder unsägliches Denglisch.

Aus dem Inhalt

Unter dem Fallbeil

Wolfgang Krüger

Ein Raubmord bei Stedten (preußische Provinz Sachsen, 1884)

Raubmord in Jena (Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, 1902)

Doppelter Kindesmord aus Rache in Rengelrode (preußische Provinz Sachsen, 1908)

Raubmord an einem kleinen Mädchen in Bucha (Land Thüringen, 1931)

Raubmord in Erfurt (preußische Provinz Sachsen, 1933)

Todesstrafe für den 71jährigen Brandstifter (Land Thüringen, 1939)

Sexualmord bei Gumperda (Land Thüringen, 1940)

Ein 17jähriger Raubmörder (1941)

Aus Alten Kriminalakten

Frank Esche

Im Zweifel für den Angeklagten (1925)

Ein Liebesdrama vor Gericht (1928/29)

Der doppelte Rattengiftmordversuch (Öpitz, 1941–1952)

Tatort Arnstadt

Michael Kirchschlager

Mord aus Liebe – Geliebter zerstückelt Ehemann (1926)

Mord und Brandstiftung in Arnstadt (1960)

Kriminalisten ermitteln

Wolfgang Tanner

Raubmord in Meiningen (1978)

Explosives Räuberduo – Schwere Gewaltstraftaten in Hessen und Thüringen (1991)

Aus der Kriminaltechnik

Lutz Harder

Rauchen bringt dich ins Gefängnis (Ilmkreis, 1997)

Hochzeitsreise in den Tod (Gotha, 1997)

Für fünf Flaschen Bier getötet (Kreis Gotha, 2004)

Aus dem Gerichtssaal

Sieglinde Schwarzer

Kriegswaffensammler holt Granaten aus der Saale (1973–1998)

Mit der Polizei Katz und Maus gespielt (Jena, 2000)

Mit gezücktem Küchenmesser 25 Euro in der Bäckerei erbeutet (Jena, 2002)

Ehefrau bei Besuch vergewaltigt (Hartmannsdorf, 2003)

Von 17jähriger sexuelle Befriedigung verlangt (Jena, 2004)

Die Gerüchteküche brodelt, der Ehemann wütet (Jena, 2005)

Rentner stoppt Biker mit einer Holzstange (Bad Klosterlausnitz, 2007)

Filmreife „Haltet den Dieb!“-Szene im Burgaupark (Jena, 2012)

An der Ampel rabiat das Auto gekapert (Jena, 2019)

Tatort Erfurt

Udo Brill

Was ein Kind ertragen mußte (Erfurt, 2005)

Kerstin Kämmerer

Der Schatten im Schulhaus (Erfurt, 2008)

Tatort Gera

Der Kriminalbericht

Frank Richter, Hans Thiers und Michael Kirchschlager

Heimtückischer Mord (Gera, 2017)

Ein Augenzeugenbericht

Stephan Werner und Michael Kirchschlager

Brutaler Messerangriff (Gera, 2020)

Ein Gastbeitrag aus Sachsen-Anhalt

Lothar Schirmer

Amoklauf in Magdeburg (1982)

Taschenbuch, 280 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen, ISBN 978-3-934277-88-5, Preis: nur 14,95 Euro.

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Schützen Sie sich vor Gaunern und Ganoven!!!

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Die unfassbaren Fälle einer Kommissarin: Kerstin Kämmerers Buch „Ich töte, was ich liebe“

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